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RWE-Chef will Atomkraftwerke länger betreiben

"Dazu stehen wir"

RWE-Chef Harry Roels fordert eine Verlängerung der Laufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke. Dies könnte zu niedrigeren Strompreisen beitragen, weil sich Deutschland so auch unabhängiger von teureren Energieimporten machte, sagte Roels der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Außerdem stießen Kernkraftwerke kein Kohlendioxid aus und man gewänne Zeit, um kohlendioxidfreie Kraftwerke und alternative Energien "zu entwickeln".

Wenn die deutschen Kernkraftwerke wie geplant abgeschaltet würden, müssten laut Roels statt dessen "andere konventionelle Kraftwerke" errichtet werden. Diese emittierten zusätzliches Kohlendioxid. Ein Ersatz durch klimafreundliche erneuerbare Energien kann sich Roels offenbar nicht vorstellen.

RWE glaube, dass Schacht Konrad bei Salzgitter und Gorleben in Niedersachsen als Endlagerstätten in Frage kommen und eine angemessene "ideologiefreie Überprüfung" verdienten. Für die bisher ungelöste Frage der Endlagerung radioaktiver Abfälle könne es eine angemessene Lösung geben.

Roels sagte, er ziehe damit nicht den Atomkonsens mit der Bundesregierung in Zweifel, dem RWE und die anderen Energieversorger zugestimmt hatten. "Wir halten uns an die Vereinbarungen. Dazu stehen wir", sagte Roels. Die Versorger stünden aber gerne "für Gespräche über eine langfristige Energiepolitik zur Verfügung." Die Entscheidung darüber liege jedoch ganz eindeutig bei der Politik.

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