Chemieindustrie für höhere Mehrwertsteuer und sinkenden Wohlstand

Urlaubs- und Feiertage

Der neue Chef des Arbeitgeberverbands der Chemieindustrie, BASF-Vize Eggert Voscherau, fordert drastische "Reformen". Bei der Mehrwertsteuer sei "eine Erhöhung um zwei Prozentpunkte eher die Untergrenze", sagte er mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen der "Süddeutschen Zeitung". Allerdings müssten die Einnahmen komplett zur Senkung der Sozialabgaben eingesetzt werden, damit Arbeit in Deutschland bezahlbar bleibe.

Angesichts des internationalen Standortwettbewerbs werde der Wohlstand in Deutschland sinken. "Die Formel, dass wir zehn neue Länder in die EU aufnehmen, ohne dass wir uns nach unten anpassen, die gibt es nicht."

Auf die Frage, wie der Standort Deutschland wettbewerbsfähiger gemacht werden könne, antwortete Voscherau: "Um wettbewerbsfähiger zu werden, müssten wir zum Beispiel an die Urlaubstage und Feiertage ran. Das würde die Produktivität steigern." Auch die Unternehmenssteuern müssten wie beim Jobgipfel vor der Bundestagswahl vereinbart, sinken. Wenn dies erst 2008 geschehe, sei es zu spät, betonte der Verbandschef.