Bundeswehr bewacht weiterhin US-Standorte in Deutschland

Ramstein, Kaiserlautern & Garmisch

Die Bewachung von Kasernenanlagen amerikanischer Streitkräfte in Deutschland wird nicht wie bisher geplant zum Ende des Jahres eingestellt. Auf Antrag der Amerikaner werde die Bewachung auf dem Militärflugplatz Ramstein, in der Sembach Kaserne bei Kaiserlautern und im NATO-Center Garmisch um sechs Monate verlängert, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Montag in Berlin. Zum Einsatz kämen dabei rund 200 Bundeswehrsoldaten, 150 davon in Rheinland-Pfalz. Eingestellt wird nach Angaben des Sprechers Mitte Dezember nur die Bundeswehr-Bewachung auf dem Militärflugplatz Spangdahlem sowie in US-Einrichtungen in Wiesbaden und Mannheim.

Die Bewachung von US-Einrichtungen hatte im Januar 2003 im Vorfeld des Irak-Krieges begonnen. Anfangs wurden deutschlandweit bis zu 4200 Bundeswehrsoldaten eingesetzt. Die von Marine, Heer und Luftwaffe abgestellten Kräfte bewachten mehr als 60 Liegenschaften in 38 amerikanischen Standorten. Die Anzahl der Soldaten wurde zwischenzeitlich schrittweise verkleinert, weil die US-Streitkräfte auf Unterstützung verzichteten. Im laufenden Jahr waren noch rund 500 Bundeswehrsoldaten mit Wachaufgaben in sieben Objekten an sechs Standorten betraut.