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Deutschland beteiligt sich weiter am Aufbau der afghanischen Polizei

"Führungsrolle"

Deutschland setzt seine Beteiligung beim Aufbau der afghanischen Polizei fort. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch in Berlin die Verlängerung der Unterstützung bis Ende 2006. Das Mandat wäre sonst Ende dieses Jahres ausgelaufen. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble sagte, für die Bekämpfung des internationalen Terrorismus sei die innere Stabilität Afghanistans von großer Bedeutung.

Nur wenn es gelinge, eine funktionstüchtige Polizei in Afghanistan aufzubauen, könnten Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Frieden in der Region dauerhaft gefestigt werden, so Schäuble.

Die Bundesrepublik habe seit Anfang 2002 "die internationale Führungsrolle" beim Wiederaufbau der Polizei in Afghanistan inne. Seit April 2002 sei in der afghanischen Hauptstadt Kabul ein deutsches Projektbüro tätig. Es unterhalte Außenstellen in Kundus, Herat und Faisabad.

Seit 2002 habe Deutschland 58 Millionen Euro für den Polizeiaufbau in Afghanistan ausgegeben. Gemeinsam mit anderen Staaten flossen bisher offenbar 350 Millionen Euro in den Bau von Gebäuden, die Ausbildung, die Besoldung afghanischer Polizisten und in die Ausstattung.

An der von Deutschland errichteten Polizeiakademie in Kabul wurden nach Angaben des Bundesinnenministeriums bisher 54.000 Streifenpolizisten und 3300 Polizeibeamte ausgebildet. Mittlerweile seien mehrere hundert aus Deutschland gelieferte Polizeiautos in Kabul und anderen Städten unterwegs.