Polizisten ärgern sich über mögliche Konkurrenz durch Bundeswehr-Soldaten

WM-Überwachung

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) lehnt einen Einsatz der Bundeswehr bei der Fußball-Weltmeisterschaft kategorisch ab. "Die Diskussion ist ärgerlich und nicht zielführend", sagte der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg der "Berliner Zeitung". Die Forderung von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, Soldaten für Polizeiaufgaben einzusetzen, diene nur dazu, sich der Verantwortung für eventuelle Ausschreitungen oder Anschlägen während der WM zu entziehen. Für die notwendige Grundgesetzänderung gebe es keine Mehrheit.

"Die Bundes- und Landespolizei ist ausreichend auf die WM vorbereitet", sagte auch der Vorsitzende der für den Polizeieinsatz bei der WM zuständigen Projektgruppe, Jürgen Mathies, der Zeitung. In allen Bundesländern sei während der Spielzeit eine weitgehende Urlaubssperre verhängt worden, um sicherzustellen, dass ausreichend Personal verfügbar sei. Bei großen Spielen würden sich die Länder gegenseitig unterstützen, wie das auch bei anderen Großereignissen der Fall ist.