Streiks in baden-württembergischen Kommunen geplant

40-Stunden-Woche

Im Tarifkonflikt um die Arbeitszeit in den baden-württembergischen Kommunen stehen die Zeichen auf Streik. Die Tarifkommission von ver.di Baden-Württemberg erklärte die Verhandlungen mit den Arbeitgebern am Montag für gescheitert, wie die Gewerkschaft in Stuttgart mitteilte. Beim ver.di-Bundesvorstand werde nun eine Urabstimmung über einen Arbeitskampf beantragt. Erste Streiks seien bereits im Februar zu erwarten. Der Kommunale Arbeitgeberverband Baden-Württemberg (KAV) hatte zum 30. November 2005 den Tarifvertrag zur Wochenarbeitszeit gekündigt und will die 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich durchsetzen.

Ver.di fordert dagegen den Erhalt der 38,5-Stunden-Woche. Nach Berechnungen der Gewerkschaft würde eine Arbeitszeitverlängerung rund 10.000 Arbeitsplätze in den baden-württembergischen Kommunen gefährden.

Am Montagmorgen waren die Tarifparteien in Stuttgart zur zweiten Verhandlungsrunde zusammengekommen. Die Gespräche wurden jedoch nach kurzer Zeit mangels Einigungschancen abgebrochen. Bereits im Dezember hatten Beschäftigte mit einem Warnstreik gegen die geplante Arbeitszeitverlängerung protestiert. Für einen regulären Arbeitskampf ist eine Zustimmung von 75 Prozent der ver.di-Mitglieder bei der Urabstimmung erforderlich.