Bundesregierung erwartet Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent

"Der Export boomt"

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den Jahreswirtschaftsbericht 2006 der Bundesregierung beschlossen. Auf Basis dieses Berichts wurde die bisherige Erwartung von ursprünglich 1,2 Prozent Wirtschaftswachstum für dieses Jahr auf 1,4 Prozent nach oben korrigiert. Die konjunkturelle Erholung habe sich gefestigt und werde an Breite gewinnen, sagte Bundeswirtschaftsminister Michael Glos in Berlin. Die deutsche Wirtschaft befände sich zu Jahresbeginn im Aufwind. "Der Export deutscher Produkte boomt", so Glos. Nach den Zahlen des Berichts soll das Bruttoinlandsprodukt 2006 um 1,4 Prozent zunehmen, gegenüber einer Zunahme von 0,9 Prozent im vergangenen Jahr und 1,6 Prozent 2004.

Die "Erwerbstätigkeit" werde sich 2006 im Jahresverlauf "allmählich beleben". Nach dem Bericht soll sich im Jahresdurchschnitt die Zahl der Arbeitslosen "voraussichtlich um rund 350.000 gegenüber dem Vorjahresniveau verringern".

Die Bundesregierung kündigte an, die steuerlichen Rahmenbedingungen insbesondere für Unternehmen weiter zu verbessern, "damit inländische und ausländische Unternehmen in Deutschland wieder mehr investieren", heißt es offziell zur Begründung. Mittelständler und Existenzgründer würden im Rahmen eines "Mittelstandsentlastungsgesetzes von bürokratischen Vorschriften entlastet". Im Rahmen einer Mittelstandsinitiative werde die Bundesregierung darüber hinaus die Finanzierungsbedingungen für kleine und mittelständische Unternehmen weiter verbessern.