Klinik Charité will 1665 Vollzeitstellen abbauen

"Milde Mittel"

An der Charité sollen in diesem Jahr 500 Vollzeitstellen abgebaut werden. Der Abbau weiterer 1165 Vollzeitstellen ist bis zum Jahr 2010 geplant. Das gab Klinikdirektor und Vorstandsmitglied Behrend Behrends am Mittwoch auf der Charité-Vollversammlung im Universitätsklinikum Benjamin Franklin bekannt, berichtet die "Berliner Zeitung".

Behrends schloss dabei die Möglichkeit betriebsbedingter Kündigungen ein. Zunächst würden aber so genannte "milde Mittel" wie etwa Teilzeitarbeit, Abfindungsregelungen oder Sonderurlaube geprüft.

"Wir werden betriebsbedingten Kündigungen nicht zustimmen", sagte Personalratsvorsitzende Monika Ziegner auf der Versammlung. Die Personalräte der Charité wollen mit dem Vorstand einen freiwilligen Rahmensozialplan erarbeiten, der einen sozialverträglichen Stellenabbau und den Aufbau einer internen Personalagentur vorsieht. Diese Agentur soll gekündigte Mitarbeiter auf freie Stellen innerhalb der Charité vermitteln. Betriebsbedingte Kündigungen seien die "letzte Möglichkeit", wenn keine andere Einigung mit einem Mitarbeiter gefunden würde, sagte Behrends.