Mehr Rechtsextremisten in Sachsen

Verfassungsschutz

Die Zahl der Rechtsextremisten in Sachsen ist nach dem Verfassungsschutzbericht im vergangenen Jahr gestiegen. Sowohl die NPD als auch neonationalsozialistische Kameradschaften und die Skinheadszene hätten einen Zulauf an Sympathisanten verzeichnet, sagte Innenminister Albrecht Buttolo (CDU) am Dienstag in Dresden bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts 2005.

So würden 3230 Personen zur rechtsextremen Szene gezählt, 120 mehr als im Jahr zuvor. Zudem habe sich die Zahl registrierter Skinheadkonzerte im Vergleich zum Vorjahr auf 56 mehr als verdoppelt. Auch die rechtsextreme Musikszene habe erheblich an Bedeutung gewonnen.

Die Zahl der als solche registrierten Straftaten mit rechtsextremistischem Hintergrund ist dem Bericht zufolge um 905 auf 2239 gestiegen. Darunter waren 93 Gewalttaten, was einer Zunahme von 30 entspricht.