NATO-Aufklärungsflugzeuge sollen WM überwachen

"AWACS"

NATO-Aufklärungsflugzeuge vom Typ "AWACS" sollen während der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer in Deutschland den Luftraum überwachen. Die NATO-Flugzeuge sollen ein Gebiet von 320.000 Quadratkilometern überwachen können. Bei jedem Wetter und nachts können die "AWACS"-Besatzungen offenbar sehr schnell Flugzeuge identifizieren. Die NATO überwachte 2005 auch den Luftraum während des Weltjugendtages in Köln mit Papst Benedikt XVI. Den bisher größten Einsatz hatten die "AWACS"-Aufklärer während des NATO-Krieges gegen Jugoslawien 1999.

Die 18 "AWACS"-Maschinen der NATO haben in Geilenkirchen bei Aachen ihre Hauptbasis. Markenzeichen der "AWACS" ist das runde Radar auf dem Rücken der Flugzeuge. Die gewaltige Konstruktion hat einen Durchmesser von zehn Metern. Es können offenbar zugleich bis zu 400 Flugzeuge, auch tieffliegende Maschinen, in einer Umgebung von etwa 500 Kilometern erfassen. Die Aufklärer operieren den Angaben zufolge in einer Höhe von 10.000 Metern und können ohne Nachbetankung elf Stunden lang in der Luft bleiben.

Hat ein Radarbeobachter ein "Terrorflugzeug" erkannt, alarmiert er die Alarmrotten der Luftwaffe, die innerhalb weniger Minuten zur Abwehr aufsteigen können, heißt es. Die Jagdflugzeuge vom Typ F-4F "Phantom" II seien mit jeweils zwei AIM-91 Sidewinder-Raketen ausgerüstet.