Angekündigte Besteuerung privater Veräußerungsgewinne derzeit vom Tisch

Aktien & Immobilien

Die große Koalition will sich bei der geplanten Besteuerung privater Veräußerungsgewinne Zeit lassen. "Wir überlegen, die Besteuerung privater Veräußerungsgewinne im Zuge der 2008 geplanten Unternehmenssteuerreform zu regeln", hieß es am Donnerstag aus dem Finanzministerium in Berlin. Darauf liefen die Überlegungen in der Regierungskoalition und auch in den Koalitionsfraktionen hinaus. Ursprünglich hatte es geheißen, die Änderung solle 2007 in Kraft treten.

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hatte nach den Koalitionsvereinbarungen angekündigt, private Veräußerungsgewinne bei Aktien und Immobilien sollten künftig pauschal mit 20 Prozent besteuert werden, die Spekulationsfrist solle entfallen.

Bislang sind Gewinne aus Verkäufen von Aktien nach einer Haltefrist von einem Jahr steuerfrei, bei Immobilien gilt die Steuerfreiheit nach zehn Jahren.