Bauernverband will weniger Schutz für Schweine und Legehennen

"Praxisgerechte Lösung"

Der Deutsche Bauernverband hat die Bundesregierung aufgefordert, EU-Vorgaben nur noch 1:1 umzusetzen. Europäischer Tierschutz dürfe nicht zu einem Wettbewerbsnachteil für die deutschen Bauern führen, mahnte der Verband am Donnerstag in Berlin anlässlich einer Tierschutzdebatte im Bundestag. Hintergrund sind Regierungspläne, wonach die unter Rot-Grün durchgesetzte Nutztierverordnung wieder gekippt und das darin ab 2007 festgelegte Käfighaltungsverbot aufgehoben werden soll. Die EU wolle das Käfigverbot erst 2013 einführen.

Der Bauernverband kritisiert, dass in der Amtszeit der Grünen-Ministerin Renate Künast Tierschutzanforderungen an die Nutztierhaltung ohne Rückkoppelung in Europa umgesetzt worden seien. Daher werde vom Bauernverband die Absicht der schwarz-roten Bundesregierung und des Bundesrates begrüßt, für die Haltung von Schweinen und Legehennen "eine praxisgerechte Lösung" zu finden.