Regierung gibt 8,3 Milliarden Euro für Militär-Airbus aus

60 Transportmaschinen

Mit dem Militärtransportflugzeug A400M soll die Bundeswehr ab 2010 ihr Nachfolgemodell für die 40 Jahre alte C-160 Transall erhalten, sagte Erik Buschmann von der Geschäftsführung von Airbus Military am Montag in Berlin. 2013 soll das erste Geschwader mit den neuen, viermotorigen Transportern aufgestellt sein. Die Bundeswehr soll insgesamt 60 Transportmaschinen für insgesamt 8,3 Milliarden Euro erhalten und ist damit der größte Einzelkunde des Sieben-Nationen-Projektes.

Laut Buschmann gibt es auch außerhalb Europas "ein reges Interesse" für den Airbus A400M, der eine maximale Transportkapazität von 40 Tonnen besitzt. So habe Südafrika im vergangenen Jahr acht und Malaysia vier Flugzeuge bestellt. Damit lägen 192 Festbestellungen vor, mit etwa 400 werde bei Airbus insgesamt gerechnet. Derzeit liefen bereits Verhandlungen mit Chile, auch die skandinavischen Länder seien wie Australien interessiert.

Mit dem A400M will der Flugzeughersteller Airbus dem amerikanischen Konkurrenten Boeing "endlich" auch auf militärischem Gebiet Konkurrenz machen. Das viermotorige Turbopropflugzeug solle vor allem die Transall ersetzen, die bis zu acht Tonnen Nutzlast über 1200 Kilometer befördern könne. Der A400M könne bei einer Geschwindigkeit von 750 Stundenkilometern 25 Tonnen Nutzlast über eine Entfernung von 4000 Kilometern transportieren, bei der möglichen Luftbetankung verlängere sich die Reichweite.