Integrationsbeauftragte der Bundesregierung lobt hessischen Fragebogen

"Einbürgerungsfibeln"

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), findet offenbar den hessischen Einbürgerungstest besser als den baden-württembergischen. Der hessische Einbürgerungstest sei hilfreich für die Diskussion und stelle im Vergleich zum baden-württembergischen Vorstoß eine Weiterentwicklung dar, sagte Böhmer dem "Mannheimer Morgen". Die CDU-Politikerin verlangte von Ausländern "die Kenntnis und das Verständnis der demokratischen Grundordnung mit Blick auf unsere Geschichte und die Kultur in unserem Land". Nach Böhmers Ansicht hat der hessische Fragebogen diese Anforderungen auf vielfältige Weise erfüllt. Sie räumte, man könne natürlich darüber streiten, ob ein Einbürgerungswilliger wissen muss, welches Gemälde ein Caspar David Friedrich auf Rügen gemalt hat.

Klar ist für Böhmer allerdings, dass Ausländer, die Deutsche werden wollen, Hilfe erhalten. "Wir brauchen Einbürgerungskurse und Einbürgerungsfibeln", forderte sie. Ihr großes Vorbild seien die Vereinigten Staaten, die als Einwanderungsland große Erfahrung hätten. "Daran müssen wir uns orientieren und eine einheitliche Einbürgerungspraxis für ganz Deutschland beschließen", appellierte sie an den Koalitionspartner SPD.