SPD-Politiker schließt längeren Kongoeinsatz nicht aus

"Akzeptanzprobleme"

Der SPD-Verteidigungsexperte Hans-Peter Bartels hält es für denkbar, dass die Bundeswehr länger als vier Monate im Kongo bleibt. Man dürfe das nicht ausschließen, sagte Bartels der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung". "Es wäre kontraproduktiv auszuschließen, dass Deutschland im Falle von Unruhen nach der Wahl keine Rolle mehr spielt und es nach vier Monaten definitiv kein deutsches Engagement im Kongo geben wird", sagte Bartels. "Was wir tun können, sollten wir tun. Und wenn es im Kongo schief geht, haben zuerst die Menschen dort ein Problem und nicht wir."

Gleichzeitig machte Bartels die Bundesregierung für Akzeptanzprobleme des Einsatzes mitverantwortlich. "Das regierungsinterne Management war anfangs suboptimal. Es war nicht immer klar, wo die Initiative liegt", kritisierte er. In der Koalition wurde bisher die Meinung vertreten, ein Kongo -Einsatz sei nach vier Monaten zu beenden.