Merkel wirbt in Baden-Württemberg für erneuerbare Energien

Biomasse-Heizkraftwerk

Unmittelbar vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg präsentiert sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor Ort als Unterstützerin der erneuerbaren Energien. Am Dienstag weihte sie auf dem Gewerbepark des Flughafens Karlsruhe/Baden-Baden ein 16 Millionen Euro teures Biomasse-Heizkraftwerk ein. Es handelt sich nach Angaben der Stadt Baden-Baden um ein bundesweit einmaliges Pilotprojekt. Merkel sagte, das Kraftwerk sei "ein Meilenstein innovativer Technologie" und fügte hinzu, die erneuerbaren Energiequellen stellten einen "absolut sicheren Wachstumsmarkt" dar. Dies hätten auch die USA "inzwischen" erkannt. Merkel sprach sich erneut für einen Energiemix in Deutschland aus, wobei die erneuerbaren Energien von "zukunftsweisender Bedeutung" seien. US-Präsident Jimmy Carter wollte bereits Anfang der 1980er Jahre den Ausbau erneuerbarer Energien fördern. Mit massiver Unterstützung der Ölindustrie kam dann allerdings Ronald Reagan an die Macht und stoppte das ambitionierte Vorhaben.

Als Brennstoff werden in dem Biokraftwerk Pflanzen und Pflanzenbestandteile verwendet, die in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Gartenbau anfallen.

Angesprochen auf die Atomkraft, sagte Merkel, sie teile in dem Punkt die Meinung des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger (CDU). Der hatte zuvor erklärt, die Kernkraft werde noch länger notwendig bleiben, als es manchem Ideologen recht sein könne. Merkel sagte jedoch mit Blick auf den im Berliner Koalitionsvertrag festgeschriebenen Atomausstieg, die Fakten seien heute erst einmal geschaffen.