Israelischer Politiker fordert Ermordung des Friedensaktivisten Uri Avnery

Wahlkampf in Israel

Laut einem Bericht der israelischen Zeitung "Haaretz" hat der Vorsitzende der rechtsextremen israelischen Partei "Jüdisch-Nationale Front", Baruch Marzel, in einer Wahlkampfrede die "gezielte Tötung" von Uri Avnery gefordert. Uri Avnery ist der Gründer der Friedensbewegung „Gush Schalom“ (Friedensblock) und Träger des Aachener Friedenspreises. Die Wahlalternative WASG Aschen hat sich deshalb in einem Brief an Bundesaußenminister Steinmeier, und an Shimon Stein, den Botschafter des Staates Israel, gewandt. Darin bittet die WASG die Adressaten, sich für die Gewährleistung der Sicherheit von Uri Avnery und die Strafverfolgung von Baruch Marzel einsetzen.

Ein Bericht des israelischen Rundfunks, wonach Marsel die israelische Armee aufrief, Avnery zu töten als „eine Schlange, die das Land gefährlich weit nach links“ ziehe, sei von Uri Avnery gegenüber dem Aachener Friedenspreis e.V. bestätigt worden. Der Vorsitzende der rechtsextremen israelischen Partei „Jüdisch-Nationale Front“, Baruch Marsel, hat die „gezielte Tötung“ des Aachener Friedenspreisträgers Uri Avnery gefordert. Marsel kandidiert zur Wahl des israelischen Parlaments, der Knesset, in der kommenden Woche.

Uri Avnery ist der Gründer der Friedensbewegung „Gush Schalom“ (Friedensblock). Er wurde 1923 in Beckum im Münsterland geboren und ging 1933 ins damalige Palästina.

Er war in drei Amtsperioden Knesset-Abgeordneter und wurde 1997 mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet.