Bundesregierung begrüßt Freilassung Abdul Rahmans

Afghanistan

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit großer Erleichterung aufgenommen, dass der Afghanen Abdul Rahman nicht länger vom Todesurteil bedroht ist. Rahman war nach weltweiten Protesten gegen seine drohende Verurteilung zum Tode auf freien Fuß gesetzt worden. Verwandte hatten ihn mit dem Vorwurf vor Gericht gebracht, er habe andere zum christlichen Glauben bekehren wollen. Das Gericht sah für diesen Vorwurf nicht genügend Beweise.

Rahman war vor 16 Jahren in Pakistan zum Christentum übergetreten, als er dort für eine christliche Nichtregierungsorganisation arbeitete. Er lebte neun Jahre in Deutschland und kehrte 2002 in seine Heimat zurück. Vor einem Monat zeigten ihn Familienangehörige an. Nach islamischem Recht droht auf den Abfall vom moslemischen Glauben die Todesstrafe.

Die Kanzlerin dankte allen im Bundestag, die die Bemühungen der Bundesregierung um die Freilassung unterstützt haben. Die Bundesregierung werde weiter alle Anstrengungen unternehmen, dass für die Menschen in Afghanistan Religionsfreiheit herrscht und die Menschenrechte verwirklicht werden.