Bundeswehr-Verband sieht Gefahren in Afghanistan

"Aufgaben der Bundeswehr"

Der Deutsche Bundeswehr-Verband warnt nach den jüngsten Anschlägen auf deutsche Soldaten im Norden Afghanistans vor einer wachsenden Gefahr für die Bundeswehr. "Das sieht nicht gut aus und bestätigt die Befürchtungen, die ich gehabt habe", sagte der Vorsitzende des Verbandes, Bernhard Gertz, dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Die Ruhe im Norden sei nur eine relative Ruhe gewesen. Nirgendwo in Afghanistan bestehe die Gewähr, dass man ohne die Gefahr von "Attentaten" die "Aufgaben der Bundeswehr" durchführen könne.

"Ich habe nicht den Eindruck, dass wir wirklich erfolgreich gewesen sind in dem Bemühen, das Umfeld der Terroristen auszutrocknen", sagte Gertz. Das könne bloß dann erfolgreich geschehen, wenn man die Lebensverhältnisse der Menschen in Afghanistan nachhaltig verbessere. Das scheine nicht gelungen zu sein. Deshalb gebe es offenkundig immer noch ein Unterstützerklima.

Er sei von den Erfolgsaussichten der Afghanistan-"Mission" nach wie vor nicht überzeugt, sagte der Verbandschef. "Vielleicht stellt sich auch eines Tages heraus, dass sich Vorstellungen von westlicher Demokratie auf Strukturen wie in Afghanistan bestenfalls unvollkommen übertragen lassen."