Deutsche Marine stellt neues Kriegsschiff "Hessen" in Dienst

"Schwimmende Führungsplattform"

"Der Kommandant der Fregatte Hessen, Fregattenkapitän Peter Wiemann, wird am 21. April um 11 Uhr mit dem Befehl 'Heiß Flagge und Wimpel' eines der modernsten Kampfschiffe Europas offiziell in den Dienst der Deutschen Marine nehmen", hatte die Marine am 13. April mitgeteilt. Die militärische "Zeremonie" fand am Freitag im Beisein von Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung sowie dem hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch statt. Nach Angaben der Marine kann das neue Kriegsschiff aufgrund seiner modernen Informationssysteme "im Rahmen teilstreitkraftgemeinsamer Operationen als schwimmende Führungsplattform eingesetzt werden". Die Fregatte sei "mit ihren innovativen Sensoren und Waffen" in der Lage, ein umfassendes Luftlagebild zu erstellen. Ein "Bordhubschrauber" diene "der weitreichenden Seezielbekämpfung und U-Jagd".

Das Kriegsschiff war nach dreijähriger Bauzeit im Januar 2005 zu ihrer ersten Erprobungsfahrt ausgelaufen. Die "Hessen" ist die letzte einer Serie von insgesamt drei Fregatten der so genannten "Sachsen"-Klasse 124.

Mit einer Länge von 143 Meter und 17 Metern Breite sowie einer Wasserverdrängung von 5600 Tonnen sind die Schiffe die größten Kampfeinheiten der Deutschen Marine. Alle drei Schiffe bilden gemeinsam mit den vier kleineren Einheiten der "Brandenburg"-Klasse das 2. Fregattengeschwader, das in Wilhelmshaven stationiert ist. Mit den neuen Kriegsschiffen der "Sachsen-Klasse" verfügt die Marine eigenen Angaben zufolge "über ein besonders vielseitiges und durchsetzungsfähiges Seekriegsmittel".