Jung will weitere 35 Millionen Euro für Marinestandort Warnemünde bereitstellen

Bundeswehr

Verteidigungsminister Franz Josef Jung will den Marinestandort Warnemünde mit weiteren Investitionen in Millionenhöhe ausbauen. Der Stützpunkt der Schnellbootflottille gehöre zu den modernsten Standorten der Bundeswehr, sagte Jung am Freitag bei einem Besuch. Stationierungsentscheidungen seines Vorgängers unter anderem zur Schaffung eines neuen Korvettengeschwaders in Warnemünde werde er nicht in Frage stellen, sagte der Minister. In den Ausbau der Infrastruktur des Standortes sollen deshalb weitere 35 Millionen Euro fließen, nachdem bereits 60 Millionen Euro hierfür ausgegeben wurden.

In Hohe Düne liegen derzeit zehn Schnellboote sowie zwei Tender. Weitere zehn Warnemünder Marineschiffe waren im vergangenen Jahr ausgemustert worden. Sechs davon gingen an die tunesische Marine, drei wurden aufgelegt und ein Schnellboot dient jetzt als Museum.

Die Flotte der verbliebenen Boote soll ab Sommer 2007 durch die erste Korvette ergänzt werden. Von den im Vergleich zu den Schnellbooten doppelt so großen Neubauten sollen insgesamt fünf Schiffe nach Warnemünde kommen. Bis 2008 sei dieses Geschwader komplett. Die Ausbildung der Matrosen für die neuen Schiffe soll in diesem Jahr beginnen.