Ermittler prüfen Bekennerschreiben nach Anschlag auf HWWA-Chef

Staatsanwaltschaft

Nach dem Anschlag auf das Wohnhaus des Chefs des Hamburger Weltwirtschaftsarchivs (HWWA), Thomas Straubhaar, prüft die Staatsanwaltschaft die Authentizität des aufgetauchten Bekennerschreibens. Bislang sei noch nichts über eine Gruppe mit dem Namen "fight 4 revolution crew" bekannt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Lübeck am Dienstag.

Bei dem Anschlag am vergangenen Donnerstag hatten Unbekannte das Auto der Familie Straubhaar vor deren Wohnhaus in Brand gesetzt und Steine sowie Farbbeutel gegen das Haus geworfen. In dem zweiseitigen Bekennerschreiben wird der Volkswirtschaftler Straubhaar offenbar als "Stichwortgeber" der Wirtschaft für "Angriffe auf das Proletariat" genannt. Außerdem sollen die Verfasser Bezug auf den G-8-Gipfel Bezug nehmen, der im Juni 2007 in Heiligendamm in Mecklenburg-Vorpommern abgehalten werden soll.

Geprüft werde außerdem ein Zusammenhang mit früheren Anschlägen in Hamburg und Umgebung, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Im Juli 2005 war der Wagen des Vorstandschefs der Norddeutschen Affinerie, Werner Marnette, vor dessen Privathaus in Flammen aufgegangen. Mitte Dezember 2005 steckten Unbekannte zwei Wagen des Chefs der Werbagentur Jung von Matt in Brand.