Brüderle ruft Mittelständler der Union zum Übertritt in die FDP auf

"Flat Tax"

Der FDP-Wirtschaftsexperte Rainer Brüderle ruft die Mittelständler der Union zum Übertritt in die FDP auf. "Ich lade Sie herzlich ein: Kommen Sie zur FDP! Kommen Sie zu uns, und bringen Sie Ihre Mitstreiter mit", zitierte die in Berlin erscheinenden Tageszeitung "Die Welt" aus einem Brief an den Präsidenten des CDU-Wirtschaftsrats, Kurt Lauk, und den Chef der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der Union, Josef Schlarmann (CDU). In der großen Koalition komme die soziale Marktwirtschaft unter die Räder.

Die Wirtschaft und besonders der Mittelstand würden von Schwarz-Rot mit Kleinigkeiten abgespeist, schrieb Brüderle. Weder die steuerliche Absetzbarkeit von Handwerksleistungen noch das "dürftige" Mittelstandsentlastungsgesetz noch ein staatlich gefördertes Gebäudesanierungsprogramm ersetzten eine konsistente Mittelstandspolitik.

Die beste Mittelstandspolitik sei eine Rückbesinnung auf die Ordnungsprinzipien der sozialen Marktwirtschaft, argumentierte der stellvertretende FDP-Bundeschef. Betriebliche Bündnisse für Arbeit müssten endlich eine Chance bekommen. Darüber hinaus fordert er eine Reform des Kündigungsschutzgesetzes und ein niedrigeres, einfacheres und gerechteres Steuersystem - am besten mit einer Flat Tax.

Laut Brüderle sind die Kämpfer für die Marktwirtschaft zersplittert. Die FDP sei jedoch die politische Kraft, bei der Marktwirtschaft, Wettbewerb und Mittelstand ihre Heimat hätten.