Großkonzerne sind mit Standort Deutschland offenbar höchst zufrieden

"Verbesserte Rahmenbedingungen"

Einer Studie des Wirtschaftsprüfungsunternehmens Ernst & Young zufolge betrachten international tätige Unternehmen Deutschland als den "attraktivsten Standort in Europa". Im weltweiten Ranking belege Deutschland Platz drei hinter den USA und China, teilte die deutsche Bundesregierung mit. Die Ergebnisse basierten auf einer im Februar und März bei 1019 international tätigen Unternehmen durchgeführten Umfrage. 18 Prozent der Unternehmen hätten Deutschland als einen der drei attraktivsten Standorte weltweit bezeichnet.

Besonders geschätzt wird Deutschland nach Darstellung der Bundesregierung für seine Infrastruktur, die Qualität von Forschung und Entwicklung, die gute Ausbildung der Arbeitskräfte und die Attraktivität des Binnenmarktes.

In der Gunst internationaler Investoren habe Deutschland "mit verbesserten Rahmenbedingungen deutlich zugelegt". Aber auch die neue Dynamik und der wiedererwachende Optimismus in Deutschland werde von Investoren geschätzt - schreibt jedenfalls die Bundesregierung.

Weltweit gelten offenbar die Vereinigten Staaten und China bei den Konzernen mit jeweils 41 Prozent als attraktivste Standorte. Hinter Deutschland folgen Indien (18 Prozent) und Polen (15 Prozent) auf dem vierten und fünften Platz.

Konzerne schätzen Logistikzentren und deutsche "Verwaltungen"

Wenn es um die Einrichtung von Logistikzentren sowie Grafik- und Design-Werkstätten gehe, sei Deutschland weltweit sogar die erste Wahl. Bei Forschung und Entwicklung und "Verwaltungen" teile sich Deutschland Platz eins mit den USA.

Die Mehrzahl der befragten Unternehmen gehe davon aus, dass die Attraktivität des Standorts Deutschland in den kommenden Jahren weiter zunehmen werde. Die entscheidende Aufgabe für die Zukunft sei, die Stärken des Standorts Deutschland weiter auszubauen: insbesondere durch Investitionen in Bildung und Ausbildung.