Brandschützer wollen auf klimaschädliches Löschmittel verzichten

Selbstverpflichtung

Nach Mitteilung des Bundesumweltministeriums will "der Bundesverband Technischer Brandschutz" (bvfa) künftig in Deutschland auf den Einsatz des klimaschädlichen Gases HFKW R 23 in Löschmitteln verzichten. R23, das zur Gruppe teilfluorierter Kohlenwasserstoffe gehöre, habe ein 12.000 Mal größeres Treibhauspotenzial als Kohlendioxid. Wie das Ministerium weiterhin mitteilt, gehört R 23 zwar zu den vom Kyoto-Protokoll erfassten Treibhausgasen. Dennoch könnten klimaschädliche Löschmittel in Deutschland die Zulasssung erhalten. Daran soll sich offenbar auch in Zukunft nichts ändern.

Mit der Selbstverpflichtung verzichteten die Brandschützer künftig auf einen Stoff, der nicht von der am 4. Juli 2006 in Kraft tretenden EG-Verordnung über fluorierte Treibhausgase erfasst werde.

Die Brandschützer kommen laut Ministerium in ihrer Selbstverpflichtung zu dem Schluss, dass in Deutschland genügend alternative Löschmittel zu Verfügung stünden, so dass auf den Einsatz des klimaschädlichen R 23 verzichtet werden könne. Deswegen sei die praktische Bedeutung von R 23 auf dem Markt für Brandschutzanlagen bereits heute "marginal".