Sachsen will ab 2008 keine neuen Schulden aufnehmen

Stellenabbau

Sachsen will 2008 erstmals keine neuen Kredite mehr aufnehmen. Die Nettoneuverschuldung werde im kommenden Jahr 100 Millionen betragen, im darauf folgenden Jahr komme Sachsen ganz ohne neue Schulden aus, hofft Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) bei der Präsentation des Kabinett-Entwurfs zum Doppelhaushalt 2007/08 am Dienstag in Dresden.

Finanzminister Horst Metz (CDU) sagte, dass die zu erwartenden 500 Millionen Euro Mehreinnahmen aus der Mehrwertsteuererhöhung vollständig zur Entlastung künftiger Haushalte eingesetzt würden. Laut Milbradt übertreffen die Investitionsausgaben das Niveau der Vorjahre. Jeder vierte Euro aus dem öffentlichen Budget fließe "in den Aufbau Sachsens". Damit setze der Freistaat auch künftig die Solidarpaktmittel zu 100 Prozent zweckgerecht ein.

Zudem kündigte er an, dass der beschlossene Abbau von rund 6500 Stellen in der Verwaltung nun konkretisiert werde.