NRW will angeblich keine Verhandlungen mit Marburger Bund aufnehmen

Tarifstreit

Das Land Nordrhein-Westfalen will im Tarifstreit der Uni-Klinikärzte keine separaten Verhandlungen mit der Ärztegewerkschaft Marburger Bund aufnehmen. Es sei zwar ein Gespräch über "die Zukunft der Universitätskliniken" geplant, an dem auch Vertreter des Wissenschaftsministeriums teilnehmen sollten, sagte eine Sprecherin des Düsseldorfer Finanzministeriums am Mittwoch. Dabei werde sicherlich auch der Tarifstreit angesprochen. "Wir führen aber keine separaten Verhandlungen", betonte sie. Dies sei weiter Aufgabe der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL). Sie wies damit einen Zeitungsbericht zurück, wonach NRW dem Beispiel Bayerns folgen und der Ärztegewerkschaft Verhandlungen anbieten wolle.

Die Ärzte protestieren seit Wochen mit Streiks gegen ihre Arbeitsbedingungen und fordern den Abschluss eines eigenen Tarifvertrags. Den zwischen der TdL und der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di vereinbarten Tarifkompromiss lehnen die Mediziner ab.