Ex-Minister Renner wechselt zum Energiekonzern EnBW

Politiker im Konzernbeirat

Der frühere baden-württembergische Sozialminister Andreas Renner (CDU) wechselt nach Informationen der "Stuttgarter Nachrichten" zur Energie Baden-Württemberg AG (EnBW). Wie die Zeitung am Montag auf ihrer Internetseite berichtete, wird Renner in dem Energiekonzern, der unter anderem Atomkraftwerke betreibt, ab 1. August als Konzernbevollmächtigter für erneuerbare Energien tätig. Der CDU-Politiker war im Januar nach einem Streit mit dem Rottenburger Bischof Gebhard Fürst zurückgetreten.

Den Angaben zufolge soll Renner bei der EnBW die unterschiedlichen Aktivitäten des Energiekonzerns im Bereich der erneuerbaren Energien bündeln und dabei direkt an Technik-Vorstand Thomas Hartkopf berichten. Der Vertrag sei am vergangenen Wochenende unterschrieben worden.

Der Energie- und Atomkonzern hat eine Reihe ehemaliger Spitzenpolitiker in seinen Beitrat berufen. Der frühere Wirtschaftsstaatssekretär Rezzo Schlauch (Grüne) stand offenbar schon als Regierungsmitglied im Dienst des Atomkraftwerksbetreibers EnBW. Der Grünen-Politiker wurde offenbar zum 1. Oktober 2005 in den Beirat des Atomkonzerns berufen wurde. Als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium gehörte er zu diesem Zeitpunkt noch der Regierung an.

In dem Konzernbeirat sind offenbar auch ehemalige Bundesminister wie Klaus Kinkel (FDP) und Theo Waigel (CSU) oder Manager wie Hartmut Mehdorn (Deutsche Bahn) und Klaus Mangold (Daimler Chrysler) vertreten.