DIHK unterstützt Regierungspläne zur Unternehmenssteuerreform

Internationaler Wettbewerb

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun, unterstützt die Pläne der Bundesregierung zur Unternehmenssteuerreform. Eine Entlastung der Unternehmen sei eine schlüssige Entwicklung, um zu mehr Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung zu kommen, sagte Braun am Dienstag im Deutschlandradio Kultur vor dem Hintergrund der Beratungen zu diesem Thema im Kabinett am Mittwoch. Bei der Unternehmenssteuerreform gehe es nicht darum, die Unternehmer reicher zu machen. Vielmehr müsse die Politik den Firmen mehr Mittel zur Verfügung lassen, damit sie im nationalen und internationalen Wettbewerb bestehen könnten, so Braun.

Unternehmen bräuchten das Geld, um mehr in Innovationen zu investieren und neue Produktfelder aufzubauen. Der DIHK-Chef sagte: "Wir haben jahrelang geglaubt, es ginge so weiter, und das hat in den letzten drei oder vier Jahren dazu geführt, dass wir eine Abnahme von Beschäftigung in Deutschland haben."

Braun begrüßte außerdem die Gesundheitsreform der großen Koalition und die eventuelle Mehrbelastung der Versicherten. Diese würden schließlich auch die Leistungen der Kassen beziehen. "Dieses Prinzip muss aufrecht erhalten bleiben", fügte er hinzu. Die Unternehmen seien an den Gesundheitskosten nur insofern beteiligt, als dass sie verpflichtet seien, zuzuzahlen. "Wenn wir die Lohnnebenkosten absenken könnten, hätten wir ohne Zweifel mehr Fertigung und mehr Beschäftigung in Deutschland gehalten", behauptete der DIHK-Chef.