Subventionen für die deutsche Filmindustrie beschlossen

60 Millionen pro Jahr

Ihm Rahmen des am Mittwoch verabschiedeten Haushaltsentwurfs 2007 hat die Bundesregierung Subventionen für deutsche Filmindustrie beschlossen. Sie beruft sich dabei auf den Koalitionsvertrag vom November 2005, in dem eine entscheidende Verbesserung der "Rahmenbedingungen" für die deutsche Filmwirtschaft vereinbart worden sei. Unter dem Titel "Anreiz zur Stärkung der Filmproduktion in Deutschland" sollen ab 2007 für die Dauer der Legislaturperiode jährlich 60 Millionen Euro für ein neues Konzept zur Filmfinanzierung zur Verfügung gestellt werden. In Anlehnung an das seit April diesen Jahres eingeführte britische Modell erhielten Produzenten für die Herstellung eines Kinofilms eine Erstattung zwischen 15 und 20 Prozent der in Deutschland ausgegebenen Produktionskosten.

Das Modell soll zum 1. Januar 2007 in Kraft gesetzt werden. Damit folgt die Bundesregierung einem Vorschlag der von Staatsminister Bernd Neumann geleiteten Arbeitsgruppe, an der Personen aus den verschiedenen Bereichen der Filmwirtschaft beteiligt waren.

"Es ist ein großer Erfolg, dass wir gemeinsam mit der Filmbranche und der Unterstützung des Bundesfinanzministers so schnell zu einem überzeugenden Konzept gelangt sind", sagte Staatsminister Bernd Neumann. "Wir haben damit ein ehrgeiziges Vorhaben des Koalitionsvertrages umgesetzt. Damit werden für die deutsche Filmwirtschaft international wettbewerbsfähige, mit anderen EU-Ländern vergleichbare Bedingungen geschaffen."

Das Modell wird laut Bundesregierung schnelle und unmittelbare Effekte bei deutschen Produzenten und Studios bewirken. Zudem werde Deutschland als Produktionsstandort auch für internationale Großproduktionen attraktiver.