BDI fordert Patienten-Zusatzprämien von 10 bis 15 Prozent

Zuzahlungen

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) verlangt eine höhere Selbstbeteiligung der Patienten im Gesundheitswesen. Der Spielraum der Krankenversicherungen für die allein von den Patienten getragenen Zusatzprämien müsse von den vorgesehenen 5 Prozent auf "zumindest 10 bis 15 Prozent" der Gesamteinnahmen vergrößert werden. In einer möglicherweise abgestimmten Aktion hatte auch der baden-Württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) diese Forderung erhoben. Der mit der Gesundheitsreform geplante Gesundheitsfonds sei keine Garantie für Wettbewerb, sagte Carsten Kreklau von der BDI-Hauptgeschäftsführung am Donnerstag in Berlin.

Auf diese Weise könnten die Kassen den Versicherten gegenüber ihre Leistungsfähigkeit viel deutlicher als bisher unter Beweis zu stellen. "Genau darin würde die Veränderung zu mehr Wettbewerb liegen", betonte Kreklau.

Oettinger hatte sich für mehr marktwirtschaftliche Impulse und höhere Eigenanteile im Gesundheitswesen ausgesprochen. Die Zuzahlungen sollten "im Schnitt bei zehn Prozent der Behandlungskosten" liegen, sagte er.