Keine Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten im Saarland

CDU & SPD gegen "Totalliberalisierung"

Im Saarland wird es keine weitere Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten geben. Einen entsprechenden Gesetzentwurf der FDP lehnte der Landtag am Mittwoch mit den Stimmen von CDU, SPD und Grünen ab. Die Liberalen kritisierten, mit dieser Entscheidung stehe das Saarland allein da. In allen anderen Bundesländern würden derzeit Ausweitungen der Öffnungszeiten diskutiert und geplant. Die SPD sprach sich ebenso wie die CDU gegen eine "Totalliberalisierung" aus. Ihr Argument: Längere Öffnungszeiten würden nicht dazu führen, dass die Menschen mehr Geld ausgeben.

"Wir glauben nicht, dass 14 Stunden zu wenig sind", sagte Bernd Wegner (CDU) laut "Saarbrücker Zeitung". Es werde bei den Öffnungszeiten zwischen 06.00 und 20.00 Uhr bleiben. Von einer Liberalisierung profitierten nur große Geschäfte.

Regierungssprecher Udo Recktenwald (CDU) hatte schon im Dezember 2005 gegenüber "Saartext" angekündigt, das Land habe zwar zugestimmt, dass künftig die Länder über die Öffnungszeiten entscheiden sollten. Eine Liberalisierung werde im Saarland aber abgelehnt.

Mit Rücksicht auf die Sonntagsruhe und die kleinen und mittelständischen Händler würden die jetzigen Öffnungszeiten beibehalten. Längere Öffnungszeiten nützten nur den großen Märkten.

Darüber hinaus dürften sich auch die Verkäuferinnen und Verkäufer im Saarland darüber freuen, noch gewisse Zeiten für sich, die Familie und Freunde zu haben.