Attac wirbt für "Allianzen gegen neoliberale Politik"

"Pflege von großem Vermögen"

Die globalisierungskritische Organisation Attac wirbt dafür, den "Widerstand gegen den Sozialabbau" mit den Protesten gegen die G8 zu verbinden. In einem Offenen Brief an Funktionsträger in den deutschen Gewerkschaften ruft Attac dazu auf, gemeinsame Perspektiven zu entwickeln, "die über den nationalen Tellerrand reichen und den universellen Anspruch auf soziale und ökologische Rechte ernst nehmen". Deshalb sollten sich die Gewerkschaften, Attac und andere Zusammenhänge dafür einsetzen, dass sich "die unterschiedlichen sozialen und politischen Strömungen des emanzipatorischen Lagers" stärker aufeinander beziehen, "gemeinsame Debatten" und eine "gemeinsame Praxis" entwickeln. Attac werde sich an den für Oktober geplanten Demonstrationen des DGB beteiligen und bereite sie mit vor. Gleichzeitig ruft Attac die Gewerkschaften auf, mit gegen den G8-Gipfel im kommenden Juni in Heiligendamm "zu mobilisieren".

"Das eine lässt sich nicht ohne das andere denken", meint Werner Rätz vom Attac-Koordinierungskreis. "Denn auch die G8 steuern hart auf neoliberalem Kurs. Dieser Club der Mächtigen hat ein weltweites Leitbild durchgesetzt, bei dem die Pflege von Kapital und großem Vermögen im Zentrum steht. Die Bedürfnisse der Mehrheit der Menschen werden missachtet, die Gesellschaft wird immer mehr in Arm und Reich, in Mächtig und Ohnmächtig gespalten."

Unter der Losung "Genug für alle" tritt Attac für eine "Abkehr vom Diskurs vom Mangel" ein. Geld, Güter und Lebensmittel gebe es "im Überfluss". Die sozialen Bewegungen hätten zahlreiche VorschlÀge erarbeitet, wie eine "Teilhabe am Reichtum" für alle ermöglicht werden könne.