Hochschulrektoren warnen vor "unfairem Wettbewerb"

Finanzielle Ausstattung

Die Hochschulrektoren-Konferenz warnt mit Blick auf die Föderalismusreform und die Verlagerung größerer Verantwortung auf die Länder vor einem unfairen Wettbewerb im Bildungsbereich. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte die Präsidentin des Gremiums, Margret Wintermantel: "Wir wollen Wettbewerb zwischen den Hochschulen. Wenn dieser allerdings überlagert wird vom Wettstreit zwischen den Ländern, drohen schädliche Ungleichgewichte."

Wintermantel äußerte in diesem Zusammenhang die Befürchtung, dass die 16 Bundesländer ihre Hochschulen finanziell unterschiedlich ausstatten könnten "und sich die Qualität von Lehre und Forschung nicht überall gleich gut entwickeln kann". Es müssten aber alle Universitäten und Fachhochschulen wettbewerbsfähig bleiben.

Dies gilt nach den Worten der Präsidentin umso mehr, als die Zahl der Studierenden sich nach Schätzung der Kultusministerkonferenz bis zum Jahr 2014 von 2,41 Millionen auf 2,67 Millionen erhöhen wird. "Im Jahr 2013 werden wir den stärksten Andrang haben. Dann brauchen die Hochschulen 3,4 Millionen Euro zusätzlich für Personal und Sachmittel", sagte Wintermantel. Schon im nächsten Jahr sind nach ihren Worten 600 Millionen Euro erforderlich, um die Kapazitäten an die steigende Zahl der Studienberechtigten anzupassen.