Baubeginn für BND-Zentrale in Berlin

"Unhaltbarer Zustand"

Mit dem ersten symbolischen Spatenstich haben am Donnerstag die Bauarbeiten für die neue Zentrale des Bundesnachrichtendienstes (BND) in Berlin begonnen. Damit werde der "unhaltbare Zustand" beendet, dass der BND so weit wie kein anderer Dienst weltweit zum Sitz der Regierung entfernt gewesen sei, sagte Kanzleramtsminister Thomas de Maizière (CDU). Die Arbeit des BND sei für Deutschland "überlebenswichtig". BND-Präsident Ernst Uhrlau betonte, "die Zukunft des Dienstes liegt in Berlin".

Die Errichtung der BND-Zentrale an der Chausseestraße in Berlin-Mitte ist das derzeit größte Einzelbauvorhaben der Bundesrepublik. Spätestens bis 2012 sollen über 4000 BND-Mitarbeiter in die 2800 Räume des Komplexes einziehen. Rund 1500 BND-Mitarbeiter arbeiten weiter am alten Stammsitz in Pullach bei München und in anderen Regionen. Insgesamt sind schon 1400 Angehörige des Dienstes seit 1999 in Provisorien in der Hauptstadt untergebracht.

Die Baukosten werden mit 720 Millionen Euro veranschlagt. Experten erwarten jedoch, dass mit der technischen Ausstattung, den Umzugskosten und allen Sicherungsmaßnahmen die Summe von etwa zwei Milliarden Euro erreicht wird.