Hilfe für Igel im Herbst

Naturschutz

Im Herbst sind wieder viele Igel unterwegs in ihre Überwinterungsqurtiere, leider oft nur noch als platt gewalzte Opfer des Straßenverkehrs. Um Ihnen zu helfen gibt der Verein „Pro Igel“ nützliche Tipps: Auf Straßen helfe bremsbereite Fahrweise Igel-Leben zu retten, besonders in Siedlungsrandbereichen, wo Igel ab Dämmerungseinbruch auf Pirsch gingen. In Gärten könne man Ihnen mit sicheren Unterschlüpfen und Nistmaterial fürs Winterquartier helfen, zum Beispiel Reisig- und Laubhaufen, die liegen bleiben. Vor dem Winterschlaf müsse der Igel sich ein Fettpolster anfuttern, von dem er monatelang zehrt. Im Herbst gebe es kaum noch Insekten, pflanzliche Kost fräßen Igel nicht. An Fallobst interessierten sie nur Insekten und Würmer. Also sei jetzt ein abendliches Schälchen Katzenfeuchtfutter eine Igelhilfe.

Kranke Igel benötigten menschliche Fürsorge, oft lägen sie schwach da. Außerdem seien Jungigel, die Anfang November deutlich unter 500 Gramm wiegen, hilfsbedürftig. Die meisten Igelbabys kämen im August und September zur Welt. Mit sechs Wochen seien Jungigel selbständig und fänden dann wenig natürliche Nahrung. Daher könnten sie sich kein ausreichendes Winterschlafgewicht anfuttern und würden ohne Hilfe den Winter nicht überleben. Solche Igel finde man oft am Tage, ein Alarmzeichen bei einem nachtaktiven Tier, dessen Nahrungstiere nachtaktiv sind. Die Jugendsterblichkeit sei hoch. Hilfsbedürftigen Jungtieren eine Überlebenschance zu bieten, sei kein Eingriff in die natürliche Auslese.

Zur Pflege müsse ein Igel im Warmen untergebracht werden. Könne der stachlige Pflegling nicht mehr ausgewildert werden, müsse er in menschlicher Obhut in einer kalten Unterkunft mit gut isoliertem Schlafhaus Winterschlaf halten.