Ärzte drohen wegen Gesundheitsreform mit Praxisschließungen

"Drohenden Notstand demonstrieren"

Im Rahmen der Proteste gegen die geplante Gesundheitsreform wollen die niedergelassenen Ärzte in Deutschland ab Dezember in einzelnen Regionen ihre Praxen schließen. Es werde eine bundesweite Welle solcher Aktionen geben, kündigte der Vorsitzende des Hartmannbundes, Kuno Winn, am Montag in Berlin an. Mit den Praxisschließungen solle zunächst bis Mitte März kommenden Jahres exemplarisch jeweils an drei Tagen in der Woche der drohende Notstand in der wohnortnahen und flächendeckenden Versorgung demonstriert werden, erklärte Winn.

Auf diese Art wolle man deutlich machen, welches Szenario drohe, wenn das Gesetz wie von der großen Koalition geplant umgesetzt werde. Das Kabinett will den Gesetzentwurf am Mittwoch verabschieden.