Steinbrück will "Maßlosigkeit" von Managern nicht stoppen

"Selbstkontrolle"

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat Kritik an den Managergehältern in Deutschland geübt. "Es geht mir gegen den Strich, wenn Aufsichtsräte und Vorstände nicht mehr die Proportionen im Blick haben und nicht wissen, dass auch sie eine Vorbildfunktion haben", sagte Steinbrück der "Süddeutschen Zeitung". Es gebe "in Teilen der Wirtschaft eine gewisse Maßlosigkeit - und das in einer Zeit, wo weite Teile der Bevölkerung mit Zumutungen beladen werden". Ändern will der Minister daran allerdings nichts.

Der Finanzminister sagte, dass der Gesetzgeber gegen ungezügelte Entwicklungen bei den Vergütungen von Managers nichts tun könne. Dies sei eine Frage der Selbstkontrolle. Er erwarte aber, dass jene, die in den Wirtschaftsverbänden Verantwortung tragen, dies in den Industrie- und Handelskammern zum Gegenstand von Erörterungen machen.