Schäuble will "geduldete Ausländer" jetzt arbeiten lassen

180.000 Menschen

Politische Kehrtwende. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat sich jetzt dafür ausgesprochen, Ausländer, die in Deutschland nur "geduldet" sind, arbeiten zu lassen. "Wir haben etwa 180.000 Menschen, die geduldet sind und nicht abgeschoben werden können. Da ist es doch besser, sie arbeiten zu lassen. Sonst fallen sie dem Sozialsystem zur Last", sagte Schäuble der "Passauer Neuen Presse".

Die Innenminister von Bund und Ländern wollen sich bei ihrer Konferenz im November mit einer neuen Bleiberechtsregelung befassen. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), hatte im Vorfeld für eine Bleiberechtsregelung für in Deutschland geduldete Ausländer plädiert und darauf hingewiesen, dass mehr als 100.000 geduldete Menschen schon länger als sechs Jahre in Deutschland leben.