Deutsche Bank darf Berliner Bank übernehmen

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Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme der Berliner Bank AG & Co. KG durch die Deutsche Bank AG mittels Aktienkauf nach der EU-Fusionskontrollverordnung genehmigt. Nach Auffassung der Kommission wird der wirksame Wettbewerb im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder in wesentlichen Teilen desselben durch das Vorhaben "nicht erheblich" beeinträchtigt. Die Kommission gelangte zu dem Schluss, dass der geplante Erwerb zu geringen Überschneidungen im Bereich der Dienstleistungen für Privat- und Firmenkunden, etwa bei Einlagen und Kontodienstleistungen, im Kreditgeschäft, im Zahlungsverkehr und bei Wertpapierdepots, führe.

Das fusionierte Unternehmen werde jedoch auf allen betroffenen Märkten nur geringe Marktanteile haben und mit zahlreichen starken Konkurrenzbanken wie der Berliner Sparkasse, der Berliner Volksbank, der Commerzbank, der Dresdner Bank und der Postbank im Wettbewerb stehen. Daher gelangte die Kommission zu dem Schluss, dass die Übernahme keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken aufwerfe.

Der Verkauf der Berliner Bank geht laut EU-Kommission auf eine Entscheidung der Kommission über die Bankgesellschaft Berlin (heute Landesbank Berlin Holding AG) gemäß den EG-Beihilfevorschriften zurück. Darin hatte die Kommission unter anderem gefordert, dass eine Tochtergesellschaft der Bankgesellschaft Berlin, die Landesbank Berlin, die ihr angehörende Berliner Bank veräußert.