Einführung des Euro in Slowenien

Euro in 13 EU-Mitgliedstaaten

In Slowenien wird zum 1. Januar 2007 der Euro zu einem Umrechnungskurs von 239,640 Tolar je Euro eingeführt. Zum Jahreswechsel werden damit 13 der dann 27 Mitgliedstaaten der Europäiscchen Union den Euro eingeführt haben. 12 europäischen Länder hatten die Währung seit 1999 (seit 2001 in Griechenland) zunächst als Buchgeld und seit 2002 greifbar in Form von Banknoten und Münzen eingeführt. Mit den 2 Millionen Slowenen leben künftig 316,6 Millionen Menschen "im Euroraum".

Nach Angaben der EU-Kommission wurden die Geschäftsbanken und der Einzelhandel bereits mit den Euro-Banknoten und Münzen versorgt "oder werden diese in Kürze erhalten". Seit vergangener Woche könnten sich auch die Privathaushalte mit "Mini-Kits" eindecken, "um sich mit dem Euro vertraut zu machen".

Wie auch in Deutschland vor Jahren gaben die slowenischen Unternehmen in einer Umfrage mit großer Mehrheit (93 %) an, dass sie nicht die Absicht hätten, die Preise mit der Umstellung auf den Euro zu erhöhen.

Hierzu gibt es aber bereits erste Ausnahmen. Fast sieben Prozent der Hotels und Restaurants gaben laut Kommission an, dass sie vorhätten, die Preise nach oben anzupassen. Mit den Restaurants fing es auch in Deutschland an, teurer zu werden.

Die slowenische Regierung hat sich dazu verpflichtet, "ungerechtfertigte" Preiserhöhungen zu verhindern und den Verbrauchern empfohlen, "auf solche unlauteren Praktiken zu achten" und forderte, die Preise nicht ungerechtfertigt zu erhöhen. Die lokalen Behörden wurden aufgefordert, mit gutem Beispiel voranzugehen und die Preise, Gebühren oder Steuern für öffentliche Dienstleistungen während des Umstellungszeitraums nicht zu erhöhen. Eine ähnliche Zusage wird vom privaten Sektor, vor allem vom Einzelhandel, "erwartet".