Mieterbund für Heizkostenaufschlag nur bei Förderung der Energieeffizienz

Erneuerbare Energien

Der Deutsche Mieterbund hält einen Ein Heizkostenaufschlag, um damit Heizwärme aus erneuerbaren Energie zu fördern, nur dann für akzeptabel, "wenn die Bundesregierung gleichzeitig alles tut, um Mehrkosten durch eine bessere Energieeffizienz in Gebäuden zu kompensieren". Außerdem müsse angesichts ständig steigender Heizkosten ein Kostenausgleich für einkommensschwache Haushalte geschaffen werden, fordert der Direktor des Mieterbundes, Franz-Georg Rips.

Die Zielrichtung der Initiative von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel sei richtig. In Deutschland und Europa müsse verstärkt auf erneuerbare Energien gesetzt werden. Dafür sprächen Gründe des Klimaschutzes und die Möglichkeit, unabhängig von Energieimporten bei Öl und Gas zu werden.

Die Energiepreise, so Rips, trieben die Wohnkosten immer weiter in die Höhe. Allein in den letzten beiden Jahren seien die Preise für Öl um 32 beziehungsweise 16 Prozent, für Gas um 10,5 beziehungsweise 18,4 Prozent gestiegen. "Weiter steigende Energiepreise, Mehrwertsteuererhöhung oder ein Heizkosten-aufschlag sind längst nicht mehr durch reduziertes Verbrauchsverhalten auszugleichen. Jetzt muss der Energiebedarf gesenkt werden", fordert Rips.

Die energetische Modernisierung des Wohnungsbestandes hält Rips für unverzichtbar. "Wir brauchen einheitliche bedarfsorientierte Energieausweise, um Wohnungsangebote und Preise vergleichbar zu machen, um Anreize für Energie einsparende Modernisierungen zu geben. Daneben müssen verstärkt Fördergelder, beispielsweise über die KfW, für Energie einsparende Maßnahmen zu Verfügung gestellt werden."

Zurzeit entfallen laut Mieterbund schon rund 33 Prozent der Gesamtwohnkosten auf die Betriebskosten. Höhere Heizkosten seien insbesondere für einkommensschwächere Haushalte nicht mehr verkraftbar. "Wir brauchen einen Kostenausgleich, zum Beispiel einen Heizkostenzuschuss oder eine Wohngelderhöhung, auch unter Berücksichtigung der hohen Heizkosten, für diese Haushalte", meint Rips.