Potenzielle BenQ-Investoren verlangen offenbar massive Subventionen

BenQ-Insolvenz

Eine Frist zur Entscheidung über den Verkauf des insolventen Handyherstellers BenQ Mobile läuft am Dienstag ab. Der Vertreter einer bislang unbekannten US-Investorengruppe, Ex-DaimlerChrysler-Manager Hansjörg Beha, hatte vor einer Woche auf eine Entscheidung bis zum 16. Januar gedrängt. Insolvenzverwalter Martin Prager verwies daraufhin zunächst die Klärung offener Fragen zu Finanzierung und Kaufpreis in Behas Konzept. Die potenziellen BenQ-Investoren verlangen offenbar massive Subventionen.

Eine Sprecherin Pragers sagte am Montag, bislang lägen noch keine Informationen über die Vorlage neuer Details vor. Dies könne aber auch kurzfristig geschehen.

Offenbar verlangen die potenziellen Investoren massive Staatsbeihilfen. Das Magazin "Focus" hatte berichtet, Beha fordere eine bereits im November zugesagte 100-Millionen-Euro-Bürgschaft von der nordrhein-westfälischen Landesregierung. Bislang habe das Land aber nur 20 Millionen zugesagt, um nicht gegen EU-Recht zu verstoßen.

Bislang stehen zwei Konsortien bereit, die frühere Siemens-Handysparte zu übernehmen. Neben der von Beha repräsentierten anonymen Gruppierung, die 800 Jobs bei BenQ Mobobile erhalten will, bietet die US-Firma Sentex Sensing um BenQ Mobile mit. Letztere will "bis zu" 1700 Arbeitsplätze erhalten.