DNR fordert 30 Prozent weniger Treibhausgase bis 2020

EU-Umweltministerrat

Der Deutsche Naturschutzring (DNR) fordert von den Europäischen Umweltministern, die Reduktion der Treibhausgase um 30 Prozent bis 2020 verbindlich festzuschreiben. Auf der Sitzung des EU-Umweltministerrates am 20. Februar müsse Bundesumweltminister Sigmar Gabriel sein Gewicht als EU-Ratspräsident in die Waagschale werfen und "die unsinnige Bindung dieses Klimaziels an ein globales Abkommen" verhindern. Die EU trägt nach Auffassung von DNR-Präsident Hubert Weinzierl "eine große Mitschuld am Klimawandel".

"Sie hat die moralische Verantwortung, ihre Emissionen schnell und drastisch zu reduzieren. 30 Prozent bis 2020 sind machbar", os Weinzierl.

Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, eine 30-prozentige Reduktion an ein globales Klimaabkommen zu koppeln, das alle Industrieländer zu denselben Einsparungen verpflichtet. Anderenfalls würde die EU lediglich 20 Prozent anstreben.

Für Weinzierl sind "solche Zahlenspielereien blanker Zynismus". Während die reichen Industrieländer sich an "Verzögerungstaktiken" gegenseitig überböten, "sterben jährlich bereits 150.000 Menschen am Klimawandel. Tendenz rasant steigend."