CDU-Umweltpolitiker wollen Dominanz alternativer Energien

Atomkraft mit "Brückenfunktion"

Umweltpolitiker der CDU wollen alternative Energien bis 2050 zur führenden Energiequelle ausbauen und sich langfristig von der Atomkraft verabschieden. Das geht aus einem Papier der Partei-Arbeitsgruppe Umwelt/Energie hervor, das der "Passauer Neuen Presse" vorliegt. Die CDU-Grundsatzprogrammkommission will die Vorlage am kommenden Montag erstmals beraten. In dem achtseitigen Entwurf heißt es: "Ziel ist es, dass die erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2050 den Hauptanteil der Energiebereitstellung in Deutschland tragen."

Das Papier soll in das neue Grundsatzprogramm einfließen. Bis 2020 soll der Anteil regenerativer Energien insgesamt bei "mindestens 25 Prozent" liegen. Zur Stromerzeugung sollen sie 35 Prozent beitragen, zur Wärmebereitstellung 25 Prozent und zu den Kraftstoffen 20 Prozent.

Die Atomkraft ist in den Augen der Umweltpolitiker "auf absehbare Zeit" unverzichtbar. Sie sprechen ihr aber nur eine "Brückenfunktion" zu, bis neue, klimafreundliche Energieträger ausreichend zur Verfügung stünden.