"Emissionshandel besser als CO2-Obergrenzen für Autos"

FDP

Die traditionell der Industrie nahestehende FDP-Bundestagsfraktion spricht sich für einen Emissionshandel für Pkw aus. Dies sei "besser als als CO2-Obergrenzen für Autos", meinen der umweltpolitische Sprecher der FDP-Fraktion Michael Kauch und der Sprecher für europäische Verkehrspolitik Patrick Döring, anlässlich der Veröffentlichung eines Strategiepapiers der EU-Kommission zur Senkung des CO2-Ausstoßes von Automobilen.

"Nach der Einigung innerhalb der EU-Kommission erwarten wir, dass geplante gesetzliche Vorgaben auf EU-Ebene bei C02-Obergrenzen nach Autoklassen differenzieren", fordern die Politiker. Dies müsse eine notwendige Voraussetzung für eine deutsche Zustimmung im Ministerrat sein.

Die FDP-Bundestagsfraktion sei aber darüber hinaus "grundsätzlich der Meinung, die Einbeziehung des Verkehrs in den CO2-Emissionshandel wäre für den Klimaschutz besser als die Orientierung am Flottenverbrauch." Dabei setze die FDP auf eine am Treibstoffverbrauch orientierte Emissionsbegrenzung. "Wenn die Emissionsrechte zwischen Verkehr, Industrie und Energiewirtschaft untereinander frei handelbar wären, könnten die Emissionsrechte dort gekauft werden, wo die CO2-Vermeidungskosten am geringsten sind. Kosteneffizienz wäre gut für das Klima, die Wirtschaft und die Arbeitsplätze in Deutschland."

CO2-Obergrenzen - auch differenziert nach Fahrzeugklassen – seien "nicht das wirksamste Mittel für den globalen Klimaschutz". Denn nicht der potenzielle CO2-Ausstoß eines Automobils belaste das Klima, sondern der durch den individuellen Treibstoffverbrauch verursachte tatsächliche CO2-Ausstoß. "Ein wenig gefahrenes Auto der Ober- oder Mittelklasse belastet nicht mehr als ein Kleinwagen im Dauereinsatz."