Schröders Halbbruder geht wegen Arbeitslosigkeit in Frührente

Hartz IV-Empfänger

Lothar Vosseler, der Halbbruder von Alt-Kanzler Gerhard Schröder (SPD), geht in Frührente. "Am 15. April werde ich 60 Jahre, vom 1. Mai an bin ich Rentner", sagte Vosseler dem Bielefelder "Westfalen-Blatt". Er habe sich dazu entschlossen, weil er einfach keine Arbeit finde. Weil er wegen seines Tinitus' und einer Bypass-Operation zu 50 Prozent erwerbsunfähig sei, falle die Einbuße aber nicht so groß aus. Vosseler ist seit sieben Jahren weitgehend arbeitslos und lebt seit Januar 2005 von "Hartz IV".

Der Detmolder sagte, dass ihm der "Titel" als Kanzlerhalbbruder in den Jahren 1998 bis 2005 zu manchem Gelegenheitsjob verholfen habe. "Aber wenn die Medien ihre Aufnahmen gemacht hatten, war ich für meine Arbeitgeber wieder überflüssig", klagte der 59-Jährige.

Die Verwandtschaft zum damaligen Kanzler habe ihm und seiner Frau Gisela aber auch schöne Erlebnisse beschert. So seien sie von vielen Hotels in der Türkei eingeladen worden, nachdem die türkische Zeitung "Hürriyet" über seine Arbeitslosigkeit berichtet hatte. "Das waren tolle Wochen", so Vosseler.