Uran-Pellets aus Siemens-Brennelementwerk sollen 16 Jahre alt sein

Uran aus Kontrollbereich

Das vor knapp vier Wochen im Garten einer Privatperson im niedersächsischen Lauenförde sichergestellte Uran ist etwa 16 Jahre alt. Das hätten die Untersuchungen des Europäischen Instituts für Transurane (ITU) in Karlsruhe ergeben, teilte das niedersächsische Umweltministerium am Mittwoch in Hannover mit. Das Uran wurde den Angaben zufolge Ende November 1990 hergestellt. Die Pellets seien im ehemaligen Siemens-Brennelementwerk Hanau ein bis zwei Monate später gefertigt worden.

Erste Analysen hätten bereits in der vergangenen Woche ergeben, dass die Pellets mit 3,4 bis 3,5 Prozent Uran-235 angereichert wurden. "Eine Gefahr für Menschen und Umwelt ging von dem Uran-Fund nicht aus", sagte eine Ministeriumssprecherin. Strahlenschutzexperten hätten weder am Fundort noch im Wohnhaus Hinweise auf eine Kontamination durch künstlich erzeugte radioaktive Stoffe gefunden.

Die Untersuchungen des ITU sind den Angaben zufolge jetzt abgeschlossen. Unter welchen Umständen das Material aus dem kontrollierten Bereich der Anlage verschwand, wird derzeit untersucht.

Die rund 110 Gramm Uran waren am 22. Februar in einem Stahlbehälter von 15 Zentimetern Größe im Garten des Mannes gefunden worden. Der Mann hatte sich zuvor mehrfach an die Behörden gewandt und sie über das Uran in seinem Besitz informiert.