UN-Sonderberichterstatter fordert Schmerzensgeld für Kurnaz

Kanada zahlte

Deutschland muss dem früheren Guantanamo-Häftling Murat Kurnaz nach Ansicht des UN-Sonderberichterstatters für Folter, Manfred Nowak, Schmerzensgeld zahlen. Es sei angebracht, "wenn die Bundesrepublik Deutschland auch gemäß Artikel 14 der UNO-Konvention gegen die Folter Herrn Kurnaz eine angemessene Entschädigung geben würde", sagte Nowak am Donnerstag im Bayerischen Rundfunk. Deutschland habe eine Mitverantwortung dafür, dass Kurnaz nicht früher aus dem US-Gefangenenlager freigekommen sei.

Nowak sagte weiter, Kanada habe in einem ähnlichen Fall dem unschuldig nach Syrien verschleppten und dort gefolterten syrisch-stämmigen Kanadier Maher Arar 10,5 Millionen kanadische Dollar (6,8 Millionen Euro) als Schmerzensgeld gezahlt.