Steuerzahlerbund rät zu Einspruch gegen gekürzte Pendlerpauschale

Nach Urteilen

Nach zwei Gerichtsurteilen gegen die Kürzung der Pendlerpauschale rät der Bund der Steuerzahler Betroffenen, Einspruch bei den Finanzämtern gegen den geringeren Freibetrag einzulegen. Gleichzeitig sollte die Eintragung des Freibetrages ab dem 1. Entfernungskilometer beantragt werden, empfahl der Bund der Steuerzahler am Donnerstag.

Seit Jahresbeginn können Fahrten zwischen Wohnort und Arbeitsplatz erst ab dem 21. Kilometer als Werbungskosten oder Betriebsausgaben berücksichtigt werden. Die Finanzgerichte von Niedersachsen und dem Saarland hatten die Neuregelung für verfassungswidrig erklärt. Die Bundesregierung hält diese hingegen für rechtens und geht davon aus, dass diese Position auch vor dem Bundesverfassungsgericht Bestand hätte.

Die Finanzämter erwarten gleichwohl eine Welle von Einsprüchen. Der Vorsitzende der Steuergewerkschaft, Dieter Ondracek, sagte der "Bild"-Zeitung "Wir rechnen mit Waschkörben voller Einsprüche." 80 Prozent aller Arbeitnehmer in Deutschland seien Pendler.